von Mareike Mustermann

Wenn die Sonne tief über der Elbe steht und die ersten Töne der Pirnaer Abendmusiken vom Turm herabschweben, hält die Stadt für einen Moment den Atem an. Ich erinnere mich an einen warmen Augustabend, als ich unten am Marktplatz saß. Der Klang der Trompeten war so klar, als würde der Himmel selbst singen. Es ist dieser magische Moment, in dem der Alltag verschwindet und man sich tief mit der Geschichte unserer Stadt verbunden fühlt. Seitdem versuche ich, jeden Samstag dort zu sein – mal oben auf der Galerie, mal unten in den Gassen. Diese Musik ist für mich die Seele von Pirna, eingefangen in altem Stein und goldenem Klang.