März bis Juni 2025

18. Juli 2025 | Bautagebuch

Seit Ende März erfolgt der Gerüstbau am Turm der Marienkirche. Inzwischen ist nun ein sehr komplizierter Part erreicht: Auf Stahlträgern, durch die Glockenstube geführt, wird das Gerüst auf der Dachseite abgefangen, da die entstehenden Lasten vom Kirchendach selbst nicht getragen werden können.

Um die erforderliche Konstruktion in der Glockenstube durch führen zu können, musste der obere Teil des Glockenstuhles mitsamt der hier befindlichen vier Glocken demontiert werden. Momentan steht somit nur noch eine Glocke für das tägliche Geläut zur Verfügung.

Am Gerüst wurde Baustrom auf den einzelnen Etagen installiert, Grundvoraussetzung für spätere Arbeiten in verschiedenen Höhen. Eine Wasserleitung entsteht gerade bis ganz nach oben, um die Reinigungs- und Sanierungsarbeiten am Sandstein in allen Etagen zu ermöglichen.

Steinmetze erarbeiten derzeit eine Musterachse an Verzierungen des Turmes, damit gemeinsam mit der Denkmalpflege Art und Umfang der notwendigen Natursteinarbeiten festgelegt werden können.

Demnächst beginnt die Beräumung des Gewölbes über der Glockenstube, um dem Statiker und benötigten Gewerken den Zugang zur Holzkonstruktion der Turmhaube zu ermöglichen. Hier sind Sanierungsarbeiten in Größenordnungen zu erwarten.

Pünktlich vor dem Stadt fest konnte das Gerüst selbst so abgesichert werden, dass unbefugten Besuchern, die bereits zu nächtlicher Stunde auf dem Gerüst unterwegs waren, weiterer Zugang verwehrt wird. Bis spätestens Ende Juli sollen die Gerüstarbeiten bis unterhalb der Turmhaube abgeschlossen sein.

Thomas Albrecht